Santorin entdecken mit der MS EUROPA 2

Blick von der Insel auf die MS EUROPA 2 im Meer

Der erste Anlaufhafen unserer Kreuzfahrt mit der MS EUROPA 2 durch die griechische Ägäis war die wunderschöne Insel Thira, die zur Inselgruppe von Santorin gehört. Wir lieben Santorin! Die Insel Thira gehört definitiv nicht nur zu den schönsten Orten im östlichen Mittelmeer, sondern auch zu den schönsten Stopps auf einer Kreuzfahrt. Die Kreuzfahrtschiffe können hier nur auf Reede liegen, weil es keine Möglichkeit zum Anlegen gibt. Das heißt es wird getendert. Die kleinen Tenderboote bringen die Gäste an Land und dabei genießt man den wundervollen Blick auf das Kreuzfahrtschiff und den näherkommenden Hafen.

Wir haben euch so viele schöne Fotos von dem traumhaften Ausflug auf Thira mitgebracht, dass wir uns einfach nicht für wenige Bilder entscheiden konnten. Wir nehmen euch dieses Mal mit auf unseren Tagesausflug. Genießt den Ausblick und die wunderschönen weißen Häuser, das Meer und die Kreuzfahrtschiffe. Viel Spaß!

Frühstück an Bord und Tendern

Mal wieder genießen wir ein wundervolles Frühstück auf der Verandasuite. Dieses Mal gibt es etwas Obst, frischen Kaffee, Orangensaft und Marmelade zum Brötchen. Der Blick ist umwerfend. Wir sehen bereits die weißen Häuser vor uns, die sich wie Schnee in den Furchen der Felsen verteilen. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und traumhaft blaues Meer. Das ist unsere Frühstückskulisse an Bord der MS EUROPA 2.

Nach dieser Stärkung geht es auf das Tenderboot. Wasser und Softdrinks erhält man immer vorab, ein toller Service, der übrigens inklusive ist. Nur kurz gewartet und schon geht es auf das Tenderboot. Wir lieben die Sitzplätze oben, dort kann man die schönsten Aufnahmen machen und die Meeresbrise genießen.

Erst jetzt sehen wir, dass neben uns schon ein weiteres Kreuzfahrtschiff liegt. Die MSC Musica hat sich neben unsere  MS EUROPA 2 gelegt. Dagegen sieht die EUROPA 2 vom Design eher aus wie eine etwas zu groß geratene Yacht.

Oía entdecken

An Land angekommen, geht es weiter mit dem Bus. Dieses Mal sind wir mit dem Tenderboot nicht unterhalb Firá im alten Hafen gelandet, sondern im Hafenanleger von Thira, etwas weiter südlich.

Der Bus bringt uns gemütlich nach Oía, dem schönsten Ort auf der Insel. In Oía findet ihr die berühmten blauen Kuppeln und könnt die Aussicht über die ganze Insel genießen. Dort lassen wir uns erstmal in einem Café nieder, um die ganzen Eindrücke auf uns wirken zu lassen.

Im Melenio Café gibt es leckere selbstgemachte Desserts und einen bombastischen Ausblick. Ein Kaffee kostet hier 3,30 Euro und die Flasche Wasser (0,75L) 1,60 Euro. Frisch gepresste Säfte gibt es ab 6 Euro und einen Eiskaffee für 7,50 Euro. Den Blick zahlt man praktisch mit. Aber wir gönnen uns ein leckeres Stück Kuchen und eine Kugel Eis dazu. Schmeckt wie selbstgemacht und der Blick ist einmalig. Hat sich also gelohnt. Das Café haben wir übrigens in unserem Dumont Reiseführer für Santorin entdeckt. Wo genau das Café liegt und welche Highlights wir noch in Oiá empfehlen, könnt ihr in unserem Stadtplan etwas weiter unten herausfinden.

Danach erkunden wir die kleinen Gassen von Oía zu Fuß. Hier gibt es viele Läden mit Schmuck, Kleidung, Souvenirs und Dekoration. So langsam wird es immer voller in den Gassen und man merkt, dass Kreuzfahrtschiffe vor Santorin liegen. Wir sind nicht zum ersten Mal auf der Insel und erkunden die Schönheiten von Oía etwas abseits des Hauptweges Nik. Nomikou.

Am Aussichtspunkt hat man einen ungestörten Blick über den Ort, die weißen Häuser, die Kirchen mit den blauen Kuppeln und das Meer. Ab und zu streunen ein paar Touristen herum, aber der Masse begegnet man nur auf dem Hauptweg. Hier verweilen wir und genießen den Blick auf die märchenhafte Umgebung.

Danach zieht es uns nochmal auf den Hauptweg, um etwas herumzuschlendern und ein paar weitere schöne Ecken zu finden. Man sollte immer wieder wagen, die Gassen rechts und links vom Hauptweg zu erkunden. Die schönsten Fleckchen findet man abseits des Touristenstroms.

Unsere Highlights in Oiá findet ihr hier auf der Karte:

Schiffe beobachten in Firá

Nach ein paar schönen Stunden in Oía geht es weiter nach Firá. Zwei bis drei Stunden reichen völlig aus, um einen guten Eindruck von Oía zu bekommen. Firá ist der Hauptort der Insel und befindet sich über der über 260 Meter steil abfallenden Küste. Hier gibt es auch eine Seilbahn und einen Eselspfad, die beide hinunter zum alten Hafen führen. Von der Bushaltestelle führt zunächst ein steiler Berg hoch bis zur Seilbahn und dem Eselspfad.

Bevor wir allerdings in die Seilbahn hüpfen, um hinunter zum Hafen zu fahren, erkunden wir erst noch ein bisschen die Gegend. Und kaum haben wir freie Sicht auf das Meer, staunen wir nicht schlecht. Denn vor Santorin liegen inzwischen vier Kreuzfahrtschiffe! Die Norwegian Star und die Costa Deliziosa haben sich in das Getümmel zur MSC Musica und unserer EUROPA 2 gestürzt. Neben den riesigen Kreuzfahrtschiffen tummeln sich auch noch unzählige Tenderboote, die die ganzen Passagiere an Land bringen. Es ist noch früh am Nachmittag und wir sind heilfroh, dass wir Oía bereits hinter uns haben. Dort wird es jetzt sicherlich knallvoll werden.

Unser Spaziergang durch die Gassen von Firá führt uns immer weiter nach unten in Richtung Hafen. Zwischen den Häusern suchen wir einen geeigneten Aussichtspunkt, um die Kreuzfahrtschiffe von oben zu fotografieren. Und schon nach kurzer Zeit werden wir fündig und genießen den unschlagbaren Blick. Zwar ist es kochend heiß – ohne Sonnenbrille und Sonnenhut hält man es kaum aus! Aber wir lieben den Meerblick und den Blick auf Kreuzfahrtschiffe. Für uns ist diese Aussicht also ein absoluter Jackpot.

Den Eseln zum alten Hafen folgen

Nachdem wir gefühlt tausend Fotos gemacht haben, suchen wir den Weg zurück zur Seilbahn. Unterwegs entdecken wir allerdings den Eselspfad und blicken zur Seilbahnstation hoch. Dort stehen die Leute Schlange und es ist auch noch ein Stückchen Berg hoch. Also entscheiden wir uns spontan um. Wir versuchen uns mal auf dem Eselspfad. Aber nicht auf einem Esel, sondern zu Fuß. Wir wussten ja noch nicht was uns auf dem Weg erwartet. Wir laufen also den Kopfsteinpflasterweg hinunter und erfreuen uns noch an dem lustigen Spießrutenlauf an den Eseln vorbei, die in Gruppen von unten sowie von oben entgegenkommen.

Nach einer halben Stunde kippt unsere Stimmung. Inzwischen haben wir Wadenschmerzen, stehen kurz vor einem Hitzschlag von der prallen Sonne und sind genervt von den Touristen und den Eseln, die keinerlei Rücksicht auf die Fußgänger nehmen. Manche Gruppen sind auch ohne Führer unterwegs und haben ihre Esel eher schlecht als recht im Griff, was dazu führt, dass die Esel zielgerade auf die Fußgänger zukommen und man sich schnell in Sicherheit bringen muss. Die Kurven eignen sich dafür ganz gut, weil die Esel dort nur in der äußeren Kurve entlanglaufen können. Zudem rutschen die Esel auf dem Kopfsteinpflaster auch immer wieder aus, man sollte also nicht ganz so nah an ihnen vorbeigehen. Wir behalten unser Ziel im Auge: Die MS EUROPA 2 wartet auf uns und wir freuen uns, bald wieder an Bord zu sein.

Endlich unten angekommen, sind wir heilfroh, wieder geraden Boden unter den Füßen zu haben und keine Esel mehr zu sehen. Unser Stück Kuchen haben wir jetzt wahrscheinlich wieder abgelaufen und der Blick war atemberaubend, aber der Kampf mit den Eseln war wirklich anstrengend. Dafür erwartet uns unten im alten Hafen die Tenderbootstation von der EUROPA 2 mit einem kalten Wasser und einem Stuhl. Wir fallen in die Stühle hinein und freuen uns schon auf die Überfahrt. Es dauert nur wenige Minuten, bis das nächste Tenderboot kommt. An allen anderen Stationen stehen lange Schlangen von Menschen. Bei der EUROPA 2 jedoch sind wir eine kleine Gruppe, die sich darauf freut, bald wieder auf ihrer großen Yacht zu sein. Schon ist das Tenderboot da, wir gehen an Bord nach oben und fahren an den anderen Kreuzfahrtschiffen mit einer wundervollen Perspektive vorbei.

Zurück an Bord

Von unserer Verandasuite genießen wir dann nochmal die Aussicht auf Thira und die Kreuzfahrtschiffe. Das war ein wirklich gelungener Tagesausflug. Das letzte Tenderboot geht übrigens um 23:30 Uhr vom Land zurück zur EUROPA 2. Die Gäste können also den ganzen Tag auf der Insel genießen.

Übrigens: Die anderen Kreuzfahrtschiffe haben Santorin viel früher verlassen. Die MSC Musica verließ uns zum Beispiel bereits gegen 16 Uhr. Wir hingegen genossen abends noch den Blick auf die Lichterkette der Häuser in Oiá bei einem leckeren Cocktail in der Sansibar an Bord und ließen den traumhaften Tag vor Santorin Revue passieren.

 

2 Kommentare

  1. Schönen Sonntagmorgen. 🙂 Ich möchte auch mal soooo gern nach Santorin. Mit euren Fotos und dem Beitrag habt ihr gleich mein Fernweh geweckt. .
    Weiter so!
    Lg Anja

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