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Island auf eigene Faust zu entdecken gehört zu den schönsten Reisen, die wir je gemacht haben. Im Mai 2022 flogen wir nach Keflavik, um von dort aus auf einer 10 tägigen Rundtour die vielfältige Vulkaninsel zu erkunden. Doch bevor man nach Island reist benötigt es einiges an Vorbereitung.

F-Straßen und Fahrzeugwahl

Die Hauptsaison in Island beginnt im Juni, erst dann sind die meisten F-Straßen freigegeben. F-Straßen sind Hochland-Bergstraßen, die nur von Mitte Juni bis Ende September geöffnet sind und die man nur mit einem 4×4-Geländewagen befahren darf. Diese Straßen befinden sich im Inneren der Insel und sind fast ausnahmslos unbefestigt. Ab und zu führen sie sogar durch Flüsse oder Bachläufe. Eine Liste der F-Straßen und Öffnungszeiten, je nach Witterungsbedingungen, findet man hier. Dort findet man auch weitere nützliche Informationen zum Autofahren auf Island. Eine Übersicht der wichtigsten Hinweise zum Fahren findet man hier. Es gibt auch die SafeTravel-App zum Herunterladen.

Nicht alle Geländewagen sind auch für die unbefestigten F-Straßen zugelassen. Es kommt dabei auf die Bodenfreiheit und Straßenbedingungen an. Je größer die Bodenfreiheit desto eher könnt ihr damit alle Straßen befahren. Wir fuhren einen Mitsubishi Eclipse Hybrid und konnten damit nahezu alle Nebenstraßen problemlos befahren.

Der Geländewagen vor einer Lodge auf Island

Unser Geländewagen für die Island-Rundreise

Aber auch im Mai steht einer Islandrundreise nichts im Weg. Die über 1.300 Kilometer lange Ringstraße ist den ganzen Winter über geöffnet. Sie ist komplett asphaltiert und führt einmal um die Insel herum. Die allgemeine Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h innerorts, 80 km/h auf Schotterstraßen in ländlichen Gebieten und 90 km/h auf Asphaltstraßen.

Grundsätzlich empfehlen wir ein höher gelegtes Fahrzeug mit Allradantrieb. Oft sind Nebenstraßen, beispielsweise zu Parkplätzen, nur Schotterwege mit zahlreichen tiefen Schlaglöchern, die teilweise auch sehr steil sein können. Auf jeden Fall empfehlen wir den Abschluss einer Glas- und Reifenversicherung bei der Autovermietung. Wichtig zu wissen: es ist verboten querfeldein zu fahren oder zu Halten und sich in der Natur zu erleichtern. Es gibt häufig öffentliche Toilettenhäuser auch an abgelegenen Stellen. Ab und zu begegnen einem auch Schafe auf der Fahrbahn, dann muss man anhalten und warten, bis sie die Fahrbahn überquert haben. Schafe dürfen sich in Island frei bewegen, daher sieht man oft am Straßenrand sogar ganze Gruppen von Schafen.

Einige Schafe überqueren die Fahrbahn auf Island

Schafe überqueren die Fahrbahn

Wetter und Kleidung in Island

Im Mai kann man bereits viel Glück mit dem Wetter haben und auch einige Tage mit strahlendem Sonnenschein und bis zu 15 Grad erleben. Trotzdem ist es wichtig jeden Tag auf Regengüsse und eisigen Wind vorbereitet zu sein. Viele Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise Wasserfälle und Schluchten, befinden sich in unwegsamen Gebieten, es ist also wichtig festes Schuhwerk zu tragen. Im Mai waren wir mit Skijacke, Skiunterwäsche, Mütze, Handschuhen, wasserabweisender Hose sowie festen Wanderschuhen gut unterwegs. Ein Tipp: wenn die festen Wanderschuhe auch über die Fußknöchel gehen, kann man sie sogar für die Gletscherwanderung verwenden. Die gefühlte Temperatur lag oft bei 5 Grad und in der Nähe von Wasserfällen wird man schnell pitschnass. Ein wasserfester Rucksack für unterwegs ist sehr hilfreich, wir empfehlen euch den wasserdichten Fotorucksack von TARION.

Geothermalbäder

Es gibt viele heiße Thermalbäder auf Island. Auf einer Rundreise können wir empfehlen immer Badesachen, ein Handtuch und Flip Flops dabei zu haben. Wenn man auf der Reise einen Kleiderbügel dabei hat kann man das nasse Handtuch auch direkt im Auto hinterm Sitz trocknen lassen. Für Handtücher muss man sonst immer eine Leihgebühr zahlen, wenn man keins dabei hat. Für die Badesachen gibt es oftmals ein Trocknungsgerät im Thermalbad.

Die Straßenschuhe muss man in den Thermalbädern bereits vor den Umkleiden ausziehen und auf Schuhregalen stehen lassen. In den Umkleiden gibt es Schließfächer für die Kleidung. Wichtig zu wissen ist, dass man in Island immer erst gründlich nackt duschen muss, bevor man die Badesachen anzieht und das Thermalbad besuchen darf. Duschgel, Shampoo und Conditioner sind in den Duschen vorhanden. Das Handtuch nimmt man bis zum Betreten des Badebereichs mit, dort gibt es Regale um die Handtücher abzulegen, damit man nach dem Baden nicht tropfnass in die Umkleide läuft.

Das Wasser in den Geothermalbädern hat eine Temperatur von 38 bis 42 Grad und enthält keinerlei Chemikalien sondern nur Mineralsalze und Kieselerde. Das ist sehr gesund für die Haut, riecht aber stark nach Schwefel. Wegen der Mineralien im Wasser empfehlen wir euch die Haare nach oben zu binden, denn diese werden sonst extrem trocken.

Kameras und Handys darf man ins Thermalbad mitnehmen und meistens kann man an einer Bar sogar Getränke kaufen, die man dann mit ins Wasser nehmen darf. Dafür nimmt man allerdings kein Geld mit ins Thermalbad, sondern hinterlegt vorher seine Kreditkarte und erhält ein Armband, auf das die Getränke gebucht und anschließend an der Kasse beim Verlassen des Gebäudes bezahlt werden. Mitgebrachte Getränke darf man nicht verzehren. Ein Tipp: Stilles Wasser gibt es immer kostenlos.

Juliet im Geothermalbad bei Sonnenschein

Juliet im Geothermalbad Myvatn

Weitere nützliche Informationen

In Island gilt übrigens EU Roaming. Somit könnt ihr euren Handyvertrag ganz normal benutzen. Die Netzabdeckung in Island ist überall ausgezeichnet, wir brauchten demnach kein zusätzliches Navi, sondern haben dafür ausschließlich Google Maps verwendet. Zur Sicherheit kann man vorher die Karten zur offline Nutzung herunterladen.

Für eine Rundreise durch Island ist es wichtig zu wissen, dass die Lebenshaltungskosten sehr hoch sind. Einfache Gerichte im Restaurant oder Bistro kosten oft sogar mehr als 20 Euro. Alkoholische Getränke sind deutlich teurer als bei uns. Ein Bier kostet beispielsweise zwischen 6 und 8 Euro. Dafür zahlt man in Island kein Trinkgeld. In manchen Restaurants und Cafés gibt es ein Trinkgeld Glas an der Theke, das ist aber kein Muss. Wir konnten überall mit Kreditkarte zahlen, da es dort ein übliches Zahlungsmittel ist. Bargeld ist eher unüblich.

Wir fühlten uns unheimlich sicher und wohl in Island. Man kann auch noch nachts wunderbar das Land erkunden. Mitte Mai ging die Sonne erst gegen Mitternacht unter und bereits nach wenigen Stunden wieder auf. Ganz dunkel wird es dabei nicht. So waren wir an dem einen oder anderen Wasserfall gegen Mitternacht und haben den Sonnenuntergang fotografiert. Einige Touristen sind auch um diese Uhrzeit immer unterwegs.

Für unsere Reise haben wir uns Hotels, Guesthouses und Lodges ausgesucht, bei denen man möglichst spät und selbstständig einchecken kann, damit wir so flexibel wie möglich sind. Parkplätze an den Unterkünften sind eigentlich immer zahlreich und kostenfrei verfügbar. Die einzigen Hotelketten, die auch außerhalb von Reykjavik Standorte haben, sind Fosshotel von Íslandshótel und Iceland Hotel Collection by Berjaya. Wir teilen im zweiten Teil unseres Islandberichtes gerne eine Liste unserer Unterkünfte, die wir auf unserer Rundreise genutzt haben.

Blick auf eine Lodge mit Aussicht auf freie Natur

Lodge zur Übernachtung im Westen Islands

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