Schlagwort: Elbphilharmonie

Hamburg entdecken

Elbphilharmonie und MS Astor in Hamburg

Hamburg, meine Liebe, meine Perle, mein Heimathafen…es gibt viele wunderbare Slogans rund um die schöne Stadt Hamburg im Norden Deutschlands. Wenn wir an Hamburg denken, denken wir an frischen Fisch, die Alster, den Michel und natürlich an die Landungsbrücken und den Hamburger Hafen mit seinen Schiffen. Vom Hamburger Hafen aus könnt ihr mit vielen Kreuzfahrtschiffen in See stechen. Und einmal im Jahr feiert der Hamburger Hafen sogar Geburtstag. Ein wunderbares Fest, das wir lieben und zu dem wir immer gerne fahren. Letztes Jahr waren wir dort, um die Taufe der AIDAprima mitzuerleben und dieses Jahr feierte sie ihren ersten Geburtstag in Hamburg.

Wir haben dieses Jahr den Hafengeburtstag genutzt, um für euch Hamburg zu entdecken. Und zwar die schönsten Ecken rund um den Hafen. Damit ihr euren Hamburgbesuch vor oder nach einer Kreuzfahrt planen könnt haben wir unsere Top 7 Tipps zusammengestellt:

  1. Die wunderschöne Elphi besuchen

Endlich ist sie fertig. Die Elbphilharmonie im Hamburger Hafen, liebevoll auch Elphi genannt, wurde am 11. Januar feierlich eröffnet.  Pompös und eindrucksvoll steht das auf einem alten Kaispeicher gebaute gläserne Konzerthaus am Platz der deutschen Einheit. Direkt an der Elbe in unmittelbarer Nähe der Landungsbrücken und der Speicherstadt. Die Form soll die Wellen des Meeres symbolisieren und die silberne Farbe glänzt in der Sonne. Auch wenn ihr kein Konzert hier besuchen möchtet gibt es die Möglichkeit die Elphi zu besichtigen und den fantastischen 360 Grad-Blick von der Außenplaza zu genießen, da diese öffentlich zugänglich ist.

Gut zu wissen: Für den Besuch benötigt ihr jedoch ein kostenloses Ticket, weil die Anzahl der Besucher beschränkt ist. Die Tickets für den Besuch der Plaza gibt es kostenfrei für denselben Tag direkt vor Ort im Elbphilharmonie Besucherzentrum und im Eingangsbereich der Elphi. Ihr könnt aber auch auf Nummer sicher gehen und euch Tickets im Vorverkauf für 2 Euro kaufen. Sie sind mit Datum und Zeitfenster für den Besuch versehen und können bis zu 18 Wochen im Voraus gebucht werden. Es gibt natürlich auch verschiedene Führungen mit denen ihr auch die Konzertsäle besichtigen könnt. Organisiert werden die Führungen durch das Besucherzentrum gegenüber der Elbphilharmonie.

Wir haben an einer Führung teilgenommen und waren begeistert von der Aussicht, der Architektur und der außergewöhnlichen Gestaltung der Konzertsäle. Überall wurden wir an das Meer erinnert. Der Eingang zur Besichtigung befindet sich auf der rechten Seite des Gebäudes und ist gut zu erkennen. Hier könnt ihr eure Tickets wie am Flughafen scannen und schon gelangt ihr durch ein Drehkreuz zur Rolltreppe. Mit der längsten Rolltreppe Europas, auch die Tube genannt, fuhren wir dann in die Elphi. Nach der Fahrt von zweieinhalb Minuten standen wir vor dem Panoramafenster im sechsten Stock mit Blick auf die Elbe, den Hamburger Hafen und die Landungsbrücken. Ein atemberaubender Ausblick, der jedoch eine Etage höher auf der Außenplaza, die in 37 Metern Höhe einmal rund ums Gebäude geht, sogar noch getoppt wird. Allein für diesen Blick lohnt sich der Besuch.

Aber auch sonst hat die Elphi architektonisch viel zu bieten. Im großen Konzertsaal, dem Herzstück, sind die Lampen aus mundgeblasenem Glas, die wie Wassertropfen von der Decke hängen. Die Wände sind aus Gipsfaser und reflektieren den Klang genau wie der große von der Decke hängende Klangreflektor. Besonders gut gefallen hat uns, dass wir von oben nach unten durchlaufen konnten. Man geht einfach durch die vielen Etagen mit Sitzreihen. Man hat wirklich von überall einen tollen Blick auf die Bühne. Ganz süß fanden wir auch die Pärchensitze, die ihr für einen romantischen Konzertbesuch buchen könnt. Wir haben uns auf jeden Fall vorgenommen für einen Konzertbesuch zurückzukommen und den Klang live zu genießen.

  1. Leckeren Kaffee im Kaffeemuseum der Rösterei Burg genießen

Wir lieben Kaffee. In Hamburg gibt es ein besonderes Highlight für Kaffeeliebhaberinnen wie uns. Mitten in der Speicherstadt am St. Annenufer 2 ist das Kaffeemuseum der Rösterei Burg. Über eine Treppe gelangten wir in das wunderschöne Museumscafé mit Museumsladen. Bereits die vielen verschiedenen Sorten, die hier angeboten werden, machen Freude auf Kaffee. Am Ende des Museums befindet sich auf der linken Seite die Treppe nach unten in den Gewölbekeller. Hier im einzigen Gewölbekeller der Speicherstadt versteckt sich eine große und wundervolle Sammlung rund um den Kaffee. Es gibt unzählige Kaffeemühlen, Tassen, Dosen und andere schöne Dinge zu bestaunen. Durch die Ausstellung wird immer geführt.

Wer nach der Führung Lust auf Kaffee bekommt, kann dann entweder im Museumscafé eine Tasse Kaffee kosten oder wie wir, an einer Kaffeeverkostung teilnehmen. Bei der Kaffeeverkostung haben wir verschiedene Robusta und Arabica Sorten probiert, die frisch für uns zubereitet wurden. Unter anderem durften wir auch den teuersten Kaffee der Welt schlürfen. Bei einer Kaffeeprobe wird der Kaffee nämlich geschlürft, damit sich das Aroma im Mund voll entfaltet. Durch die Vermischung mit der Luft kommen die Aromen besonders gut zur Geltung. Vor allen mal drauf los schlürfen – das war ein Spaß!

Gut zu wissen: Museumsführungen finden von dienstags bis sonntags jeweils um 10:00, 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr statt, dauern ca. eine Stunde und kosten mit Röstprobe zum Mitnehmen 10 Euro pro Person und ermäßigt 8,00 Euro. Englischsprachige Führungen sind samstags und sonntags um 11 Uhr. Für Gruppen ab acht Personen gibt es auch verschiedene Angebote mit Verkostung.

  1. Auf einen Tee Royal ins Wasserschloss

Einen romantischeren Ort als das Wasserschloss haben wir in der Speicherstadt noch nicht gefunden. Der Teekontor mit Gastronomiebetrieb befindet sich in einem kleinen Wasserschloss auf einer Halbinsel in der Dienerreihe 4. Umringt von Wasser kann man hier entweder auf der lauschigen Aussenterasse vor dem Schloss im Schatten der Bäume sitzen oder im gemütlich eingerichteten Restaurant im Inneren. In dieser idyllischen Lage blieb sofort die Zeit für uns stehen. Wir mussten hier unbedingt eine Pause machen und die Atmosphäre genießen.

Das Wasserschloss war nicht nur Drehort der Kinderserie die Pfefferkörner und früher Wohn- und Arbeitsstätte der Windenwächter, sondern ist auch ein beliebtes Fotomotiv in der Speicherstadt. Von Frühstück über Mittagessen bis zum Abendmenü werden hier Köstlichkeiten rund um den Tee angeboten. Allein die Teekarte kann mit 30 Sorten beeindrucken. Wem das nicht reicht, der kann einen Tee im Teekontor bestellen. Dort kann man aus 250 Sorten wählen.

Wir haben zu Ehren des Hafengeburtstags etwas Besonderes ausprobiert und zwar einen Tee Royal. Das passt doch wunderbar, wenn man sich auf eine bevorstehende Kreuzfahrt freut. Der Tee Royal ist ein Prosecco verfeinert mit Rote Grütze Tee. Dieses köstliche Getränk kostet 4,50 Euro. Auf den Holzbänken im Eingang, zwischen kunstvoll bemaltem Teegeschirr und Bildern, fühlte wir uns herrlich entspannt und willkommen im Trubel des Hafengeburtstages. Wir können euch einen kleinen Aufenthalt hier nur empfehlen.

  1. Das Unilevergebäude erkunden

Ein bereits von weitem sichtbares und sehr futuristisch wirkendes Gebäude in der Hafencity ist das Unilever Gebäude. Ja, Unilever, der große Konzern hat ein Gebäude mitten in der Hafencity, was erstmal nicht verwunderlich ist. Aber es ist nicht nur ein Bürogebäude, das hier am Strandkai 1 steht, sondern auch ein Erlebnisgebäude, in dem es einiges zu entdecken gibt. Für Kreuzfahrtfans wie uns, war die Außentreppe am Langnese-Café spektakulär. Von hier hatten wir einen fantastischen Blick auf den Kreuzfahrtanleger, also das Cruise Center, der Hafencity. Was gibt es besseres als mit einem Eis hier den Kreuzfahrtschiffen beim ein- und auslaufen zuzusehen?

Außerdem könnt ihr hier auch einen kurzen Beautystopp machen, da sich in diesem Gebäude auch der Fagshipstore von Dove befindet. Die Adresse des Stores ist Unilever Haus 1. Hier könnt ihr auf eine Maniküre Quick (30 Minuten für 15 Euro) oder Pediküre Quick (40 Minuten für 20 Euro) oder Augenbrauenkorrektur (10 Euro) vorbeischauen. Natürlich gibt es noch viel mehr im Angebot. Am besten bucht ihr online einen Termin vorab.

  1. Einmal in der Alt Helgoländer Fischerstube essen

Im Hafen von St. Pauli befindet sich der Fischmarkt, dessen Besuch ein tolles Erlebnis ist. Wir sind dieses Mal in Hamburg aber nicht auf dem Fischmarkt gewesen, sondern wir waren in unmittelbarer Nähe in der traditionsreichen Alt Helgoländer Fischerstube am Fischmarkt 4 essen. Hier gab es in maritimen Ambiente klassische norddeutsche Spezialitäten, wie Labskaus und Helgoländer Matjes. Es gab auch verschiedene gebratene Fischspezialitäten, wie Pannfisch oder Maischolle und als Dessert natürlich rote Grütze mit Vanillesauce. Die Fischspezialitäten kommen direkt vom Fischmarkt und schmecken einfach wunderbar. Leider ist es schon etwas hochpreisiger, aber es sind große Portionen und der Geschmack ist einzigartig, so dass das Preis-Leistungsverhältnis aus unserer Sicht wirklich gut ist.

  1. Im Hard Rock Café Hamburg den Blick auf die Elbe genießen

Das Hard Rock Café im Hamburger Hafen haben wir euch schon einmal vorgestellt. Auch dieses Mal waren wir wieder hier, um direkt an den Landungsbrücken die tolle Aussicht auf das Geschehen am Hafengeburtstag zu beobachten und bei leckeren Snacks und Getränken eine Pause zu machen. Wir hatten super Plätze auf der Dachterrasse mit Blick auf die Elbphilharmonie und die Wasservorführungen auf der Elbe. Wenn ihr euch vorher das Geburtstagsprogramm anseht, könnt ihr von hier die Vorführungen auf dem Wasser mit Schiffen, Booten und Hubschraubern oder sogar das Schlepperbalett und die Auslaufparade ansehen. Wir empfehlen euch aber dringend einen Tisch vorab zu reservieren.

  1. „Mach´s in Hamburg“ von MARCO POLO

Wir haben zum ersten Mal Hamburg mit dem neuen Reiseführer „Mach´s in Hamburg – Spiel mit deiner Stadt“ von MARCO POLO ausprobiert. Das Besondere an diesem Reiseführer ist, dass er nicht die einzelnen Orte und Sehenswürdigkeiten einer Stadt mit Daten und Fakten vorstellt, sondern uns dazu aufgefordert hat lustige Dinge auszuprobieren. So haben wir beispielsweise in Hamburg gebastelt, Leute angesprochen und so die Stadt auf eine andere Art und Weise kennengelernt. Beim ersten Durchblättern mussten wir an vielen Stellen schmunzeln und haben manchmal gedacht: Oh Gott, das ist doch nicht deren Ernst!

Ausprobiert haben wir ein paar Bastel- und Fotoaktionen direkt auf der Dachterrasse des Hard Rock Cafés. Hier hatten wir Zeit, um uns mit wildem Wellenmalen einzustimmen und die Elbphilharmonie nachzubasteln. Schon bei dieser Aktion mit Schere und Klebstoff auf der Dachterrasse wurden wir von den Nachbartischen beobachtet und von fremden Leuten angesprochen, was wir denn da mit dem Buch machen. Wir hatten unheimlich viel Spaß und wir kamen schnell mit den anderen Gästen in Kontakt.

Als nächstes brauchten wir einen Gast oder Passanten mit Seemannstattoo. Natürlich dachten wir: kein Problem. Wir sind schließlich im Hard Rock Café. Wir sprachen also die netten Servicekräfte an und alle halfen uns, die Kollegin mit Tattoos zu finden. Locker, freundlich und zuvorkommend, nur so kann man das Personal im Hard Rock Café beschreiben. Es macht einfach nur Spaß dort zu sein.

Wir wollen euch nicht alle Aktivitäten im Buch vorwegnehmen. Ihr müsst es einfach selbst ausprobieren! Der „Mach’s in“ Reiseführer ist nicht nur für Touristen geeignet, sondern auch für Einheimische. Toll wäre in dem Reiseführer noch ein Stadtplan mit Infos zu den im Buch enthaltenen Aktivitäten, falls man fremd in der Stadt ist.


Wir bedanken uns bei der Hamburg Tourismus GmbH für den Rundgang durch Hamburg. Und wir bedanken uns ganz herzlich beim Hard Rock Café Hamburg. Dieser Beitrag ist nicht gesponsert, wir berichten nur über unsere eigenen Eindrücke.