Alexandria: Im Land der Pharaonen

Pyramiden von Kairo mit de Sphinx

Im Land der Pharaonen warteten bereits Dutzende Reisebusse in Alexandria auf die Ankunft der Passagiere. Auf den Gebäuden am Terminal standen ägyptische Soldaten mit Maschinengewehren und unten am Pier war ein Gruppe von Musikern, die uns mit lautem Trompeten- und Trommelspiel begrüßten.Es war 7:00 Uhr morgens. Weit und breit sah man am Horizont nur Hochhäuser. Das Grün der Palmen und das Beige der Hochhäuser prägten meinen ersten Eindruck von Ägypten.

Reisebusse im Hafen von AlexandriaBlick auf den Hafen von AlexandriaDie Ausflüge von MSC waren alle ausgebucht. Man konnte diverse Touren in Alexandria und Kairo buchen. Niemand wollte sich hier in Ägypten gerne zu Fuß auf den Weg machen. Der Kreuzfahrtterminal befindet sich weit weg von der Stadtmitte und man sollte hier unbedingt einen organisierten Landausflug buchen. MSC bietet hier folgende Landausflüge an:

Abbildung der Angebote an Landausflügen bei MSC in Alexandria

Von Alexandria zu den Pyramiden

Wir hatten einen Ausflug von MSC gebucht, um  Gizeh, Sakkara und Memphis zu sehen. Außerdem beinhaltete die Tour auch die Besichtigung von Ramses II., ein Mittagessen im Mövenpick Hotel sowie der Besuch eines Museums inkl. Herstellung von Papyrus im Anschluss. Ganze 12 Stunden waren für den Ausflug angesetzt. Die Busfahrt nach Gizeh dauerte ca. 3,5 Stunden. Eine Busfahrt nach Alexandria hätte dagegen nur 30-40 Minuten gedauert. Aber wenn wir schon mal in Ägypten sind, dann mussten wir uns natürlich auch die Pyramiden ansehen! Unser Weg durch Alexandria und Kairo erweiterte unser Spektrum an ersten Eindrücken. Das ganze Land sah trüb, kaputt und einsam aus. Aus den Fenstern des Busses sahen wir Häuser ohne Fenster, hunderte von Steinen am Wegesrand, Verkäufer, die ihre Ware auf Laken am Boden oder aus dem Auto heraus anboten.

Aufnahme einer Straße in Alexandria auf der Fahrt nach KairoStraße in AlexandriaDie Flüsse waren braun vom Schlamm und Dreck und trotzdem fischten die Männer mit Käschern und Angeln im Fluss, obwohl wir uns nicht ausmachen konnten, was man dort aus dem Fluss noch lebendig herausholen wollte.

Aufnahme von Alexandria aus einem FotoalbumAls erstes führte uns die Busfahrt nach Sakkara, 20 km südlich von Kairo, dort begrüßte uns die Stufen-Pyramide des Djoser. Die Pyramide hat 6 Stufen und ist ungefähr 60 Meter hoch. Vorher führt der Weg einen allerdings durch ein riesiges Eingangstor mit mehreren Kollonaden. Wir waren sehr beeindruckt. Dafür hatte sich die weite Reise auf jeden Fall gelohnt.

Stufenpyramiden in der Wüste von Sakkara

Von Weitem konnten wir bereits die Pyramiden von Gizeh sehen! Welch ein bewundernswerter Anblick am Horizont…

Die Pyramiden von Gizeh in der ferneDer nächste Stopp war Memphis. Dort waren erneut Männern mit Maschinengewehren, die den Eingang zur Ruine von Ptah bewachten. Mauern umzäunten das Gelände. Unser Tourguide führte uns hindurch und drinnen erwartete uns die erste kleine Sphinx sowie die 10,5 Meter lange Statue von Ramses II.

Eine Sphinx in den Ruinen von PtahBild von den Ruinen von PtahBevor es zu den weltweit bekannten Pyramiden von Gizeh ging, gab es ein Mittagsbuffet im Mövenpick Hotel in Kairo.

Egypt Cruise Kreuzfahrt

Wir wussten, dass man in Ägypten lieber nur gekochte oder gebratene Lebensmittel zu sich nehmen sollte, daher versuchten wir von Salat und Obst Abstand zu nehmen. Das Essen war schön angerichtet und es gab Wasser in Flaschen. Wir konnten die Örtlichkeiten aufsuchen und uns über die bisherigen Eindrücke austauschen. Für mich war jede Sphinx, jede Pyramide und jede Statue ein kleines Weltwunder. 

Auf der Weiterfahrt nach Gizeh konnten wir mehr von Land und Leute Ägyptens beobachten. Das Leben spielt sich hier auf den Straßen ab, wo der Handel und der tägliche Austausch von Neuigkeiten stattfindet.

Orangen- und Bananenverkäufer auf den Straßen nahe KairoEinwohner in KairoEndlich sahen wir vor uns die 3 Pyramiden von Gizeh. Der Anblick war ganz anders als erwartet. Die Pyramiden liegen direkt am Stadtrand. Man sieht unweit entfernt Hochhäuser, Autos und Händler. Vor den Pyramiden gibt es unendlich viele Souvenirhändler, die anscheinend jede Sprache sprechen und versuchen, dir eine Mini-Pyramide anzudrehen. Neben ihnen natürlich auch die Händler mit Kamelen, hier man kann auf ein Kamel steigen, wenn man das ägyptische Feeling vervollständigen will. Allerdings haben wir das gelassen. Das Gelände rund um die Pyramiden kann man frei durchlaufen und so auch nette, ruhige Orte finden, an denen man ungestört Fotos machen und den Moment in Ruhe genießen kann.

Blick auf die Pyramiden von Gizeh mit der großen SphinxDie zweithöchste der Pyramiden von GizehDie Pyramiden erscheinen einem viel kleiner als erwartet. Vor Ort ist das Ganze zwar majestätisch, dennoch keine Oase der Ruhe, wie man es von den Reisebüchern und Fotos kennt, bei denen die Pyramiden von Wüsten umgeben sind.

Die berühmteste und größte Sphinx

Nach der Besichtigung ging es wieder in den Bus zu unserem letzten Halt: Museum und Papyrus-Herstellung. Der Bus hielt an, wir stiegen alle aus und gingen einen ins Museum. Natürlich sollten wir hier Bilder aus Papyrus kaufen. Allerdings waren wir eher weniger daran interessiert, etwas zu kaufen, sondern die Herstellung von Papyrus zu beobachten:

Werkzeuge zur Herstellung von Papyrus

Nachdem wir genug gesehen hatten, gingen wir an die frische Luft und wollten zurück in den Bus. Leider war weit und breit kein Bus mehr zu sehen. Anscheinend sollte der Bus erst wieder kommen, wenn die Einkaufszeit im Papyrus-Museum vorbei war…. Nun, so warteten wir eben draußen neben der Hauptstraße, bis die Hälfte der Leute mit einem neuen Papyrus-Bild den Laden verließ.

Als es auf den Weg zurück ging, waren wir alle sehr müde und erschöpft. Wir waren bereits 9 Stunden unterwegs und freuten uns auf das Abendessen auf der MSC Fantasia. Wir waren überwältigt von Eindrücken der ägyptischen Kultur, der Sehenswürdigkeiten und der Tatsache, dass wir nun ein Weltwunder auf unserer Liste abhaken können!  Die Reise war es auf jeden Fall Wert und wir schwelgen oft noch in Erinnerungen, aber noch mal würden wir uns wahrscheinlich nicht auf den Weg nach Kairo machen… Dieser Tag bleibt für immer in unserem Gedächtnis…Und als Gedankenstütze dienen uns natürlich auch Postkarten und Lesezeichen aus Papyrus, die wir bei den Pyramiden von Gizeh erworben haben. 

Vier Postkarten von den Sehenswürdigkeiten in Kairo

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